Entschleunigung

★sportymum ist zurück, zumindest „blogtechnisch“. Obwohl ich für alles viel mehr Zeit brauche im Alltag, sind die drei Wochen seit der Geburt unserer Tochter doch sehr schnell verflogen und ganz wenig Rhythmus hat sich bereits eingestellt. Da ich bis zur Geburt fünf bis sechs Mal pro Woche „sportlich“ aktiv war und auch sonst ziemlich viel unterwegs war, hat sich mein Leben seither doch ziemlich verändert und vor allem eines: ENTSCHLEUNIGT.

Natürlich bin ich im Moment noch weit entfernt von sportlichen Trainingseinheiten, gerade deswegen versuche ich möglichst viel Bewegung in meinen Alltag mit Lily Rose einzubauen: Täglich gehen wir an die frische Luft und spazieren eine bis zwei Stunden; das tut uns beiden gut. Zudem versuche ich mich jeden Tag der Rückbildungsgymnastik zu widmen. Oft fällt das auf die späten Abendstunden und ich brauche eine extra grosse Portion Motivation, aber ich weiss auch, dass es mir kurz- (Regeneration) sowie langfristig (Wiedereinstieg ins Training, Verletzungsprophylaxe) helfen wird.

Meine Lust nach Joggen wird immer wie grösser. Momentan siegt erstaunlicherweise die Vernunft, da ich mich gut an das Interview mit Simone Niggli-Luder erinnere:

Nach der ersten Geburt bin ich ziemlich schnell und (zu) steil ins Training eingestiegen. Das lief am Anfang sehr gut, doch nach drei Monaten hatte ich einen Ermüdungsbruch im Schambein. Nach der zweiten Schwangerschaft habe ich mir mehr Zeit für den Aufbau genommen. In den ersten vier Wochen habe ich die Stabilität durch gezieltes Kraft-Training aufgebaut, damit ich dann wieder rennen konnte. Ausdauer-Training wie Radfahren und Nordic Walking habe ich schon früher wieder aufgenommen. 

Deshalb stehen die Laufschuhe noch im Schrank und ich widme mich den Spaziergängen (auch ruhig Mal etwas schneller) sowie den Rückbildungsübungen. Letztere gewinnen stetig an Umfang und auch ein wenig an Intensität. So habe ich noch im Spital mit dem Kreisen der Beine (liegend möglich), dem Rundrücken (Katzenbuckel aus Vierfüsserstand mit Aktivierung der Bauch- und Beckenbodenmuskulatur, auch stehend möglich) und der Beckenbodenmuskulatur (imaginärer Lift) begonnen.

In der Zwischenzeit sind weitere Übungen zur täglichen Ausführung dazu gekommen:

Hüftmuskulatur (seitlich liegen, Beine nach vorne gewinkelt, oberes Knie mehrmals leicht abheben);

Becken kippen (auf Rücken liegend beim Ausatmen Schambein Richtung Bauchnabel ziehen und beim Einatmen zurück);

schräge Bauchmuskeln (1: auf Rücken liegend beim Ausatmen rechtes Bein heben und Knie sowie linker Arm gegeneinander drücken, beim Einatmen diagonal wechseln/ 2: auf Rücken liegend Beine aufstellen und auf jede Seite abwechselnd ablegen).

Zudem integriere ich seit einigen Tagen einfache Squats und etwas Armmuskeltraining (siehe Schwangerschaftsworkout). Eventuell kommen diese Woche weitere moderate Übungen dazu, ein Update wird folgen.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wann und wie seid ihr sportlich wieder eingestiegen? Auf einen Austausch via Email (sportymum.net@gmail.com), Facebook (sportymum) oder hier als Kommentar würde ich mich sehr freuen!

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