Vorwettkampfsgefühle

In wenigen Tagen ist es soweit und nach drei 10km Parkläufen steht endlich der Halbmarathon auf dem Wettkampfplan: Mein erstes grössere Wettkampfziel als Mami. Bin ich ready? Und wie stimme ich mich auf den Wettkampf ein? 

Ein verspannter Rücken, ein zwickendes Knie und ein krankes Baby – Willkommen in der Kitarealität – haben meine Trainingsplanung letzte Woche etwas durcheinander gebracht. Normalerweise trainiere ich die zweitletzte Woche vor einem Wettkampf immer etwas intensiver und schalte erst in der Woche vor dem Wettkampf einen Gang zurück.

Den verpassten Trainingskilometern werde ich aber diese Woche nicht nachlaufen, sondern lege den Fokus auf die Erholung und die Einstimmung: Informationsbroschüre lesen, Kleider bereitstellen, Zwischenverpflegung organisieren, Tasche packen, mentale Vorbereitung, und und und; fast derselbe Modus wie vor der Geburt, nur dass damals die Startzeit unbekannt war.

Ob Geburt oder nun Wettkampf, meine Erholungs- und Einstimmungsrituale ähneln sich irgendwie:

★Schlafen: Ich als Nachteule nehme mir vor, diese Woche um 22:00 Uhr im Bett zu sein. Na ja, bis jetzt habe ich es immerhin zweimal um 22:30 Uhr geschafft. Kurz vor der Geburt habe ich vor allem morgens ausgeschlafen; ausschlafen, was ist das?

★Essen: Ich koche und esse wie immer (Porridge am Morgen, leichtes Mittagessen, warme Hauptmahlzeit abends und viele Zwischensnacks), achte aber auf mehr Kohlenhydrate in verschiedenen Variationen, um meine Energiespeicher zu füllen. Und zwar bereits während der ganzen Woche. Mein Gericht am Vorwettkampfabend ist meistens dasselbe: Curry mit Pouletfleisch und Reis, ja Reis und nicht Spaghetti oder Pasta. Ein Curry beim Inder war übrigens auch mein letztes Gericht bevor die Geburt losging, Zufall?

★Kompressionsstulpen: Mein Alltag als Mami ist bewegt und diese Stulpen, natürlich gut versteckt unter Hosen, geben meinen Beinen etwas extra Erholung. Ab und zu habe ich während der Schwangerschaft, an Tagen wo ich viel auf den Beinen war, auch meine Sportstulpen getragen.

★Kalte Dusche: Ich bin eine Warmduscherin und fange bei kaltem Wasser an zu kreischen. Manchmal kann ich mich überwinden und wenigstens meine Beine am Schluss kalt abduschen, was die Durchblutung ankurbelt. Wechselduschen sind übrigens prima, um Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft vorzubeugen oder ihnen entgegenzuwirken.

★Mentale Vorbereitung: Renninformationen lesen, Strecke anschauen und im Kopf durchgehen, Rennverpflegung planen und meinem Mann sagen, wo er sich am Streckenrand hinstellen soll. Vor und während der Geburt hat mir Hypnobirthing viel gebracht.

★Rennoutfit auslesen: Es muss nicht nur praktisch sein, sondern auch gut aussehen, dann fühle ich mich einfach besser. So habe ich auch was Hübsches für die Geburt bereit gelegt.

★Viele Gute-Laune-Momente kreieren: z.B. gute Musik hören und mit Lily Rose durch die Wohnung tanzen, das verbreitet positive Vorwettkampfsgefühle. Tanzen lässt es sich auch mit der Babykugel wunderbar, mein Lieblingssong damals: „I Say a Little Prayer“ von Aretha Franklin.

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