IN MOTION: eine aktive Schwangerschaft in Bildern

jbrunning „in motion“ – das ist Jana Motschnig, eine sportbegeisterte Frau und seit etwas mehr als einer Woche Mama. Auf ihrem Instagramaccount bebilderte sie ihre aktive Schwangerschaft mit vielen Fotos und passendem Text: Emotionen, Motivation und Inspiration garantiert. Damit spricht sie unzählige Sportbegeisterte an; nicht nur Frauen und Schwangere. Sie hat uns gezeigt, dass es möglich ist, sportlich vielseitig durch die 40 Schwangerschaftswochen zu kommen und davon schlussendlich auch zu profitieren.

Jana hat die Fussballschuhe vor wenigen Jahren mit den Laufschuhen ausgetauscht. Seither läuft sie regelmäßig und hat sich bis an die Halbmarathondistanz im Wettkampf herangetastet. 2016 wollte sie ihren ersten Triathlon sowie den Berlin Marathon in Angriff nehmen. Die Schwangerschaft kam dazwischen und deshalb werden diese sportlichen Ziele auf 2017 verschoben, getreu dem Motto: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Denn vorerst wird dieses kleine Wesen wohl genug herausfordern.

Vorletzte Woche ist ♥︎MATHILDA♥︎ auf die Welt gekommen: Herzliche Gratulation an Jana und ihren Mann Simon; alles Gute für eure Zukunft als Familie sowie für eure weiteren sportlichen Projekte.

Kurz bevor der Geburt habe ich mit Jana auf ihre sportlich aktive Schwangerschaft innerhalb meiner neuen Interviewserie zurückgeblickt. Warum Jana es als Vorteil sieht, wenn Frau gerade auch während der Schwangerschaft auf verschiedene Sportarten ausweichen kann, lest ihr hier. Zudem spricht sie über ihre Trainingsinhalte, ihre persönlichen Erfahrungen und ihren geplanten Wiedereinstieg nach der Geburt. Und sie verrät uns, ob ihre Fruchtblase nun beim Sport geplatzt ist.

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Instagram: sportliche Inspiration und Motivation

Jana, deine Bilder und vor allem auch deine Texte auf Instagram sind sehr authentisch und zeigen zuletzt deinen sehr sportlichen Weg durch die Schwangerschaft. Was ist die Quelle DEINER Inspiration?

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Ist es nicht so, dass wir uns irgendwie alle gegenseitig inspirieren? Selbst an Tagen an denen mir das „Anfangen“ mal etwas schwerer fällt, schaue ich in Instagram und staune. Die Schuhe sind schneller an meinen Füßen als ich schauen kann – denn, DAS möchte ich auch!

Wie sportlich aktiv warst du vor der Schwangerschaft?

Nicht zuletzt weil sich mein Mann auf die Ironman Langdistanz in Frankfurt vorbereitet hat und wir viele unserer Einheiten zusammen absolviert haben, hatte ich neben meinem Job einen sehr vollen Terminplan, was meine Trainingseinheiten angeht. Schaue ich in meine Polar, komme ich auf durchschnittlich neun Trainingsstunden pro Woche. 

Was war deine allererste Reaktion auf deine Schwangerschaft im Zusammenhang mit deinen sportlichen Aktivitäten? Konntest du deine Schwangerschaft gut verbergen?

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Da ich immer sehr viele Fotos auf Instagram poste, fiel es mir eher schwer, meine Schwangerschaft zu „verstecken“. Viele Nachrichten haben mich erreicht, ob alles in Ordnung sei, ich würde weniger posten etc. Ich hatte das Gefühl, dass ich mit dem positiven Schwangerschaftstest gleichzeitig einen unübersehbaren Bauch bekommen habe – auch wenn ich im Nachhinein sagen kann, dass dies absoluter Quatsch war!

Bei Unsicherheit: Bauchgefühl als Ratgeber

Welche Fragen tauchten bei dir im Zusammenhang mit Sport während deiner Schwangerschaft auf?

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Trotz der ständigen Kontrolle von Ärzten und dem regen Kontakt mit der Hebamme, habe ich mich immer wieder gefragt, ob das wohl ok ist, was ich da so mache. Man findet selbst im Internet wenig Lektüre zum Thema Sport in der Schwangerschaft und so muss man sich da oft auch einfach auf seinen Bauch bzw. sein Körpergefühl verlassen. Mittlerweile weiß ich, dass der Sport mir wahnsinnig dabei geholfen hat, die Schwangerschaftsbeschwerden auf ein Minimum zu reduzieren und mich die komplette Schwangerschaft über gut zu fühlen. Die Hebamme wie auch Ärzte waren immer sehr begeistert von der Entwicklung unserer Kleinen. Von daher bin ich mir mittlerweile sicher, alles richtig gemacht zu haben und würde es wieder genauso tun.

Vorteil Triathlon: drei Sportarten

Wie hat sich dein Trainingsumfang während den drei Trimestern im Vergleich zum Umfang vor der Schwangerschaft verändert?

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Zu Beginn bin ich noch weitere Distanzen gelaufen, aber nie bis zur vollen Erschöpfung. Schwimmen und Radfahren war auch nie ein Problem – jedoch bin ich beim Radfahren schnell auf den Rollentrainer gewechselt, um möglichen Gefährdungen im Straßenverkehr aus dem Weg zu gehen.

Mittlerweile, acht Tage vor der Geburt, trainiere ich etwa „nur noch“ eine Stunde am Tag und gönne meinem Körper aber auch ausreichend Schlaf und Erholung, um sich auf die kommende Geburt vorzubereiten.

Man hat das Gefühl, der Inhalt deiner sportlichen Aktivitäten hat sich während deiner Schwangerschaft kaum verändert. Stimmt das?

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Das Schöne am Triathlon ist, man hat immer drei Sportarten zur Auswahl. Und das Schöne am schwanger sein ist dann, dass man sich aussuchen kann, worauf man aktuell am meisten Lust hat. Ich bin die komplette Schwangerschaft über geschwommen, Rad gefahren und gelaufen (Lauftraining während der Schwangerschaft). Außerdem habe ich zusätzlich mit dem eigenen Körpergewicht trainiert und Übungen mit leichten Gewichten gemacht, um mich fit zu halten (Schwangerschaftsworkout). Mittlerweile gehe ich seit SSW 38 nicht mehr laufen. Nicht weil es mir komisch vorkam, sondern eher weil ich ungern im Wald stehen würde, falls meine Fruchtblase platzt! Die Fruchtblase ist schlussendlich erst im Kreissaal geplatzt (Anmerkung: Update von Jana nach der Geburt).  

Ausgewogene Ernährung MIT Kohlenhydraten

Hat sich deine Ernährung verändert?

Vor meiner Schwangerschaft habe ich während bestimmter Trainingsphasen sehr wenig Kohlenhydrate zu mir genommen. Seit Beginn der Schwangerschaft achte ich auf eine ausgewogene Ernährung, um mein Baby mit allen erforderlichen Nährstoffen zu versorgen. Jetzt stehen öfters auch Kartoffeln, Süßkartoffeln, Quinoa etc. auf dem Speiseplan.

Hast du das Gefühl, dass Sport generell einen Einfluss auf die Schwangerschaft hat? Wie stellst du das bei dir selber fest?

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Es kann auch ein Zufall sein, aber ich kann von mir behaupten, dass ich eine sehr beschwerdefreie Schwangerschaft hatte. Die Tage an denen ich mich schlapp gefühlt habe, kann man an einer Hand abzählen. Ich bringe dies definitiv mit meiner sportlichen Aktivität vor und während der Schwangerschaft in Verbindung und bin sehr froh darüber.

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Sportliche Ziele nach der Geburt

Hast du deinen sportlichen Wiedereinstieg nach der Geburt bereits geplant? Hast du bereits Ziele im Hinterkopf?

Naja, richtig geplant ist da vorerst nichts. Jetzt kommt erstmal der Herbst und der Winter. Sobald ich das OK vom Arzt bekommen werde und die Rückbildung abgeschlossen ist, werde ich mit dem  Schwimmen und Radfahren beginnen, um meinen Beckenboden zu schonen. Beim Laufen, was mir sehr fehlen wird, werde ich mit kleinen Distanzen beginnen und diese kontinuierlich steigern (Lauftraining nach der Schwangerschaft). Wenn die Kleine alt genug ist, freue ich mich darauf, wenn sie mich in unserem Laufbuggy begleiten kann. Im Falle dessen, dass alles gut funktioniert, möchte ich 2017 meinen ersten Triathlon absolvieren. Fernziel ist definitiv ein 70.3 – also eine Mitteldistanz. Außerdem habe ich mit Berlin noch eine Rechnung offen, denn dort wollte ich dieses Jahr eigentlich meinen ersten Marathon laufen. Schauen wir mal, was die Kleine so zulässt!

Achja – come back stronger, lautet meine Devise!

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In meiner Kategorie Interview war ich bisher im Gespräch mit (ehemaligen) Spitzensportlerinnen. Neu wird diese Kategorie erweitert mit der Interviewserie #sportlichschwanger #sportymum mit Frauen wie du und ich, welche leidenschaftlich gerne in Bewegung sind. Diese Serie zeigt verschiedene SCHWANGERSCHAFTS-SPORT-GESCHICHTEN. Hast auch DU eine SCHWANGERSCHAFTS-SPORT-GESCHICHTE (natürlich inklusive Sport nach der Geburt #sportymum) und Lust bei meiner Interviewserie mitzumachen, dann meld dich bei mir – ich freue mich!

Falls du mehr von Jana und ihrem Mann Simon lesen willst, besuch die beiden auf ihrem Blog, wo sie über ihre sportliche Ziele berichten.

 

2 Gedanken zu “IN MOTION: eine aktive Schwangerschaft in Bildern

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