Marathonpläne ahoi

Hallo 2017. Oder neues Jahr, selber Traum: London Marathon – endlich. 2015 stand ich mit meiner Schwangerschaftskugel am Strassenrand, habe Freunde angefeuert und wusste zugleich: Marathon, in “meiner” Stadt, das will ich auch! Dann 2016 und ein sechsmonatiges Baby sowie einen Körper, der bereit war für die Halbmarathondistanz, nicht aber für den Marathon. Und nun wird dieses Jahr ein grosser sportlicher Traum Wirklichkeit und der London Marathon 2017 Realität: Gerne nehme ich euch ein Stück mit auf meinem Weg dorthin – als Warm-up mit meiner persönlichen Mama-Marathoncheckliste.

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Erster “richtiger” Marathon

Ich laufe bereits mehr als die Hälfte meines Lebens regelmässig und nehme auch immer wieder an Laufwettkämpfen teil: von 5km über 10km bis zum Halbmarathon. Vor mehr als zehn Jahren bin ich auch dem Triathlon verfallen und bin 2014 bereits einen Marathon innerhalb des Ironman in Zürich gelaufen. Ein Marathon nach 3.8km Schwimmen und 180km Radfahren ist etwas anderes und die Geschwindigkeit aufgrund der Vorbelastungen einiges langsamer. Deshalb wird der London Marathon mein erster “richtiger” Marathon – Herausforderung gerne angenommen.

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Aufstehen, loslaufen und sich frei bewegen. Auch bei „Missy“, unserer Tochter, beobachte ich diesen inneren Bewegungsdrang, der sie kaum still sitzen lässt. Und ich bin sehr dankbar dafür, auch wenn es manchmal anstrengend ist. Leider gibt es auch Menschen, welche nicht selber aufstehen und loslaufen können, das oft seit Geburt. Das tut mir weh, weil ich doch eben genau durch Sport und Bewegung so viele wertvolle Erfahrungen sammeln durfte und das auch Missy so vorlebe.

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Ich laufe für diejenigen, welche nicht können

Den London Marathon bestreite ich nicht nur für mich, sondern ich sammle dabei gleichzeitig Geld für die Charity Whizz-Kidz. Die Charity unterstützt gehbehinderte Kinder und Jugendliche, indem sie ihnen die nötige Ausrüstung wie Rollstuhl und Gehhilfen finanziert und sie auch sonst in ihrem Alltag begleitet. Damit werden diese Kinder und jungen Menschen dennoch eine aktive Kindheit und Jugend erleben und auf ein selbständiges Leben vorbereitet. Ich freue mich über jeden Zustupf von euch für ein bewegtes Kinderleben, egal wie gross.

Selber leiste ich auch einen Beitrag. Jeden einzelnen Trainingskilometer seit Jahresbeginn bis zum Marathonfinish am 23. April 2017 laufe ich für diese Kinder und Jugendlichen. Pro gelaufenen Kilometer lege ich 50 Rappen in ein Sparschwein und werde nach dem Marathon das Geld der Charity Whizz-Kidz innerhalb meines Fundraising-Projektes geben.

Weitere Informationen zur Charity meiner Wahl und meinem Fundraising-Projekt findet ihr hier: SPORTYMUM GOES MARATHON

MEINE PERSÖNLICHE MAMA-MARATHONCHECKLISTE

Wie gehe ich eigentlich so ein Marathonprojekt an? Ich profitiere sicher von meiner langjährigen Erfahrung. Dennoch setze ich mich mit jedem neuen grösseren Ziel intensiv auseinander. Es geht schlussendlich nicht nur darum, Kilometer abzuspulen, sondern auch verletzungsfrei zu bleiben, Freude dabei zu haben sowie mit meinem Training mein Umfeld, insbesondere meine beiden Liebsten, nicht zu vernachlässigen.

★Flexiblität: mein Erfolgscode für die nächsten dreieinhalb Monate

Inzwischen fühle ich mich sportlich “normal”: weder schwanger, noch Postbaby. Die momentane Herausforderung besteht eher darin, den Familienalltag, meinen Teilzeitjob und meine Trainings zu schaukeln. Das gelingt mal mehr, mal weniger. Besser, wenn wir gesund sind, chaotischer wenn Keime auf Besuch sind, das Zahnmonster anklopft oder die Arbeit nach Überstunden schreit.

In solchen Situationen ist Flexibilität und vor allem auch Gelassenheit gefragt; bitte einmal hinter die Ohren schreiben. Denn nur so funktioniert bei mir ein Training nach Plan und mit einem klaren Ziel.

Training nach Plan

Da ich für running.COACH als Content Manager und Gold Coach arbeite, setze ich mich fast täglich mit der Lauferei und Trainingsplänen auseinander. Ich selber trainiere natürlich auch mit diesem Trainingsplan und habe letzte Saison, die erste nach der Schwangerschaft, sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Im Idealfall laufe ich pro Woche vier Mal, wovon zwei Dauerläufe um die 60 Minuten (anschliessend ab und zu Lauf-ABC und Steigerungsläufe), ein Intervall oder Tempotraining und einen Longjog. Zwischendurch schalte ich immer wieder Krafttrainings (eigenes Körpergewicht, TRX und Minibands) und Alternativtrainings (im Moment vor allem Schwimmen) ein.

Erholung einplanen

Wer viel trainiert, soll auch regenerieren. Nicht meine stärkste Disziplin! Mit den Jahren und vor allem durch die Schwangerschaft habe ich aber gelernt, noch mehr auf meinen Körper zu hören und lasse heute eher ein Training sausen, wenn mein Körper nicht bereit ist.

Ich nehme mir vor, bewusst mehr Regeneration einzuplanen. Sei es genügend Schlaf (uiuiuiuiuiuiui…ein Jahresvorsatz! Tschüss Nachteule!!!), ein wohltuendes Bad, eine Massage oder ein Faszientraining auf der Rolle. Wobei die letzten beiden Erholungsmassnahmen erfahrungsgemäss nicht nur angenehm sind.

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Powerfood

Das Training verlangt viel vom Körper und dieser soll deshalb richtig genährt werden – Powerfood ahoi. Selbstzubereitet, ausgewogen, frisch, vielseitig und dennoch nicht zu aufwendig; so meine Devise.

Der Weg ist das Ziel

Wer mich kennt, weiss, dass ich eigentlich immer zielorientiert trainiere und eine gewisse Wunschzeit in meinem Hinterkopf auf und ab hüpft und immer wieder aufleuchtet. Diesmal ist es die sub 3:15h – verrückt, oder?! Schon ein wenig, weshalb ich mich sicher nicht nur von dieser Zahl am Tag X leiten lasse, sondern das Ganze als ein längerfristiges Projekt und als eine neue Erfahrung sehe.

Freude als Motivator

An erster Stelle steht die Freude am Training und nicht irgendeine Zahl. Dankbar sein für jeden Trainingskilometer. Die Strecke am Tag X mit einem guten Gefühl meistern, Freude verspüren und die Zeit als erfreuliche (hoffentlich!) Zugabe betrachten.

So, mein Warm-up ist beendet, jetzt gehts ans Eingemachte. Ich werde euch updaten und einzelne Themen hier auf dem Blog aufnehmen, die mich auf meinem Weg bewegen. Auf bald und auch im 2017 nicht vergessen: Keep on moving; BEWEGT – euch und andere!

#sportymumgoesmarathon #LondonMarathon #runforthosewhocant

Und bei Checkmama war ich in der letzten Dezemberwoche übrigens Mama der Woche (hopplaaaaaa…wirklich jetzt?). Hier der Bericht über mich und mein Leben in London.

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Bilder ©www.sportymum.net

14 Gedanken zu “Marathonpläne ahoi

      1. Hallo Stefanie,
        ja wenn alles gut geht in der Vorbereitung möchte ich dieses Jahr in München wieder laufen.
        London, 23.April sehe ich gerade, da wirst Du bald ins Training (lange Läufe etc.) einsteigen.
        VG. Günther.

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      2. Hallo Günther,
        Ja, die ersten „richtig“ langen Läufe stehen auf dem Programm – bin gespannt, muss aber streckenmässig noch etwas kreativ werden 😉
        Du hast ja noch ein wenig Zeit mit alldem bis München.
        Gruss,
        Stefanie

        Gefällt 1 Person

  1. Habe gerade in einem Blog noch von einer anderen Marathonvorbereitung gelesen 🙂 Jetzt gehts rund und ich denke, ein London Marathon dürfte ja mal echt cool sein !!
    Und wer ständig mitten im Geschehen ist, so wie du im Marathon und ich im Kraftsport, der ist einfach immer vorbereitet und ein echter Experte.

    Ich bin echt gespannt !!

    Grüße Poli

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      1. Bei Läufern gehe ich grundsätzlich in vorbereitenden Übungen viel auf die Sturzprophilaxe ein, heißt propriozeptives Training mit Wackelbrettern, unebenen Untergründen und unilateralen Stabilisationsübungen, wie der Standwaage zum Beispiel. Dazu sind die Beine natürlich knackig mit drin.

        Wie sieht denn dein aktueller Trainingsplan aus ?

        Grüße Poli

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      2. Hi Poli,
        Spannend und herausfordernd deine Übungen und sicher das Richtige für Läufer. Ich trainiere hauptsächlich mit dem eigenen Körpergewicht (viel Stabilitätsübungen, auch viel propriozeptiv) und benutze zusätzlich TRX, Sypoba und Minibands. So kann ich die Krafttrainings auch gut Zuhause mit der Kleinen integrieren.
        Gruss und vielen Dank für deinen Input!
        Stefanie

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