Anita Weyermann im Interview mit ★sportymum

Die ehemalige Spitzenläuferin, Anita Weyermann, wurde 2011 Mutter einer Tochter und 2013 von Drillingen (zwei Mädchen, ein Junge). Obwohl die Bronzemedaillengewinnerin über 1500m an der WM 97 und EM 98 und Schweizer Rekordhalterin (1500m, 1 Meile, 3000m und 5000m) 2008 vom Spitzensport zurück getreten ist, ist sie sportlich aktiv geblieben.

Anita Weyermann hat sportymum über ihre persönlichen Erfahrungen rund um die Thematik Sport und Schwangerschaft geantwortet; herzlichen Dank für das Interview, Anita.

Was waren deine allerersten Reaktionen auf deine Schwangerschaften im Zusammenhang mit Sport?

Die ersten drei Monate war es mir übel. Während und nach dem Sport war es eher besser.

Wie hat sich dein Trainingsumfang während den drei Trimestern im Vergleich zum Umfang vor den Schwangerschaften verändert?

Ich habe etwas weniger „richtig“ Sport gemacht. Jedoch habe ich mich viel bewegt: Statt rennen, wandern oder spazieren.

Mit welcher Intensität hast du während den verschiedenen Trimestern noch trainiert?

Von Anfang an habe ich keine Belastungen mehr gemacht, bei welchen ich übersäuert wäre; nur lockere Ausdauer.

Wie hat sich der Inhalt deiner sportlichen Aktivitäten grundsätzlich in deinen Schwangerschaften verändert? Wie lange konntest du jeweils laufen?

Ich konnte allgemein wenig rennen.

Bei der ersten Schwangerschaft bin ich bis zum siebten Monat und dann ab dem neunten Monat wieder gerannt.

Bei den Drillingen bin ich ab ca. drei Monate nicht mehr gerannt. Dafür bin ich viel geschwommen.

Wie sah eine typische Sportwoche während den Schwangerschaften bei dir aus? Frühschwangerschaft? Spätschwangerschaft?

So genau habe ich es nicht genommen. Mir war viel Bewegung wichtig, aber nicht Sport nach Leistung. Ich war viel wandern oder habe Radtouren gemacht.

Hast du während den Schwangerschaften mehr Erholung benötigt? Wie hat sich das bei dir bemerkbar gemacht?

Ich habe vor allem schlechter geschlafen, daher war ich oft müde.

Hast du dir jemals Sorgen gemacht, dass die sportliche Aktivität den Babys im Bauch schaden könnte?

Ich dachte, dass Rennen eher nicht so gut ist. Daher bin ich wenig gerannt und vor allem bei den Drilligen schon bald gar nicht mehr gerannt.

Wie sah dein Sportprogramm nach den Geburten aus? Worauf muss Frau besonders achten?

Die erste Geburt war eine normale Geburt. Da war ich bald wieder fit. Ich bin 48 Stunden nach der Geburt leicht gejoggt. Radfahren hingegen ging eine Weile nicht.

Bei den Drillingen war es ein Kaiserschnitt. Ich bin ca. ein Monat nach der Geburt wieder gerannt. Radfahren ging dafür sofort wieder.

Welchen Tipp gibst du werdenden Müttern im Zusammenhang mit Sport während und nach der Schwangerschaft?

Sie sollen sich bewegen, solange es ihnen gut tut. Vor allem schwimmen tat mir immer sehr gut.

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